Sonntag, 28. August 2011

Kunstpausen 5





Brombeerzeit ...

Mittwoch, 17. August 2011

Wie schreibst du?

Also, es ist total witzig, macht auch gemeinsam Spaß, und Sie sollten das unbedingt ausprobieren: Der neue Stil-Service der FAZ rettet jede Party:
Sie brauchen Internet, das ist alles. Und ein paar Zeilen Geschreibsel. Jetzt gehts los:
Geben Sie in die Maske das Textchen aus Ihrer Feder ein und klicken Sie auf "Text analysieren" - o.k., kann auch etwas mehr Text sein, einige Abschnitte braucht der Roboter, um Ihren Stil zu analysieren. Dann sind Lacher garantiert. Ich schreibe wie Peter Handke, heißt es, und habe das Zertifikat gleich auf mein Blog gelinkt. Damit's auch jeder weiß. Kea Laverde dagegen schreibt wie Friedrich Nietzsche.
(Regen Sie sich ab, Frau Laverde! Runterfahren!)
O.k., jetzt sind Sie dran. Und wer mehr wissen will zum Thema, hier ist der Klick der Wahl!

Freitag, 5. August 2011

Ratschläger

Nein. "Ratgeber" sagt man auf deutsch. Ich wusste, Sie würden mich sofort aufs richtige Gleis hieven! Hier spricht Kea Laverde. Ich melde mich zu Wort, weil ich gerade mal Lust habe, meinen Senf dazuzugeben. Zum Thema Ratgeber. Ich habe ja nun selbst etliche geghostet. Zum Glück stand mein Name nicht auf dem Cover. Wäre ja mehr als peinlich gewesen ...
Ratgeber müssen lustig sein. Sonst merkt man sich die Tipps nämlich nicht. Oder man fühlt sich nach der Lektüre komplett ausgelaugt und ist überzeugt, sowieso nie irgendwas im Sinne des Autors (nicht des Ghosts!) zustande zu kriegen.
Ratgeber brauchen ein Augenzwinkern. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird, oder? Weil man ruhig getrost mal nur halb perfekt sein kann. Weil das Mittelmaß ausreicht, um den Staat am Laufen zu halten. (O.k., o.k., Sie finden das nicht. Aber Meinungsfreiheit haben wir ja noch.)
Die besten Ratgeber sind solche, auf denen nicht "Ratgeber" draufsteht. Auch nicht "Lebensfrage" oder "Lebenslage". Mein erster Ratgeber, den ich als Leserin genoss, war eine Sammlung Ostfriesenwitze. Jetzt echt.
Ratgeber säen Angst. Denn sie suggerieren, dass - gemessen an der Ernsthaftigkeit des Themas - sowieso nur maximal ein halbes Prozent aller Leser die Hälfte der gegebenen Ratschläge auszuprobieren in der Lage ist. Warum soll man sie dann eigentlich lesen? (Klar. Gar nicht. Man kauft sie, aber man liest sie nicht. Jedenfalls nicht von Anfang bis Ende. Man fängt an, bemüht sich, denkt an Sentenzen wie "Wer A sagt, muss auch B sagen" - aber man gibt auf. Das ist nur allzu menschlich.) Wenn aber Ratgeber Angst säen, erreichen sie genau das Gegenteil von dem, was sie vorgeben, erreichen zu wollen. (Ja, o.k., viele Nebensätze heute. Ich habe eben meinen Nebensatztag.)
Ratgeber sind gähnend langweilig und frustrierend obendrein. Wer möchte schon ständig auf seine Defizite hingewiesen werden, das verdirbt die Laune, man steht auf und holt sich noch ein Bier.
Wollen Sie mal meine Lebensratschläge hören? Sie funktionieren immer.
  1. Sie wissen nicht, was richtig ist und was nicht? Imitieren Sie andere. Vielleicht wissen die es!
  2. Ihnen fällt gerade nichts ein, was Sie schreiben könnten oder wie Sie den Chef eine Weile ruhigstellen? Kopieren Sie andere - sie brauchen's ja nicht gleich zu veröffentlichen!
  3. Strengen Sie sich auf keinen Fall an. Dabei kommt nur mehr Frust raus! Gehen Sie in die Fußgängerzone und schlecken Sie ein Eis.
  4. Verstellen Sie Ihre Stimme, wenn Sie ein doofes Telefonat führen müssen. Das ist immer lustig!
  5. Konzentrieren Sie sich nicht. Machen Sie einfach irgendwas.
  6. Versuchen Sie auf keinen Fall, originell zu sein. Gemessen an der Evolution sind Sie höchstens eine zaghafte Mutation.
  7. Denken Sie mindestens an zwei Sachen gleichzeitig und machen Sie dazu noch zwei bis drei weitere Sachen. Das lockert.
So, und jetzt denken Sie mal drüber nach, welche Rolle die Ironie in Ihrem Leben spielt.
Mit vorzüglicher Hochachtung.
Ihre
Kea Laverde