Montag, 28. Juni 2010

Darf ich vorstellen ... 2

... das ist Mats, er ist cool, der Jeanshintern hängt bis zu den Knien. Er ist 17, hat eine tragende Rolle in "Versteckspiel", und findet Maj ziemlich gut. Mats ist der begabteste Langfinger im Viertel, beklaut Maj, aber nur zum Schein, und hat jede Menge gute Ideen, wenn es darum geht, gefährliche Messerstecher dingfest zu machen. Sein Lieblingswort lautet "easy" ...
Versteckspiel. Ein Jugendkrimi. Mülheim an der Ruhr, Verlag an der Ruhr 2010. ISBN 978-3-8346-0735-5

Freitag, 25. Juni 2010

Tagebuch 2

Im Tagebuch bin ich Pionierin. Darf die weißen Flecken auf dem Globus schmutzig machen. Um Himmels Willen, nicht so ein kleines Büchlein für Mädchen zwischen 10 und 14 mit einem wackeligen Schloss dran und einer Seite pro Tag. Im Tagebuch braucht man Platz! (Haben Sie sich schon mal gefragt, wieviel Raum Sie eigentlich in Ihrem eigenen Leben einnehmen?) Das Sudel-, Notiz-, Skizzen-, Was-auch-immer-Buch ist ein Hort der Freiheit und der Fantasie. Da ist keine Kontrolle erlaubt. Nicht mal Eigenkontrolle. Die ist ohnehin der Feind jeder Innovation ...

Dienstag, 22. Juni 2010

Darf ich vorstellen ...

... das ist Maj. Sie ist 16 und von ihrer Mutter genervt. Sie liebt finnischen Metal. Sie ist chronisch pleite, jobbt deshalb in Eratos Imbiss. Außerdem hat sie Stress mit ihrer Freundin Gila, weil die nur noch mit Lars abhängt, in den sie fürchterlich verknallt ist, und Maj findet Lars zum ... Wenn sie sich nur nicht auf die Sache mit dem Supermarkt eingelassen hätte, dann wäre sie nicht über den blutenden Typen gestürzt und dann ...
Viel Spaß mit Maj in "Versteckspiel", erscheint im Herbst 2010 im Verlag an der Ruhr.

Freitag, 18. Juni 2010

Ein "richtiger" Krimi

Da liegen sie. Die Druckfahnen für den Jugendkrimi. "Versteckspiel". Das Cover ist klasse. Sieht aus wie ein "richtiger" Krimi für Erwachsene, da schwarz eingefasst. Oben rechts prangt ein dicker Fingerabdruck. Der Krimi ist für leseschwache Jugendliche ab 12. Daher gibt es einen breiten Durchschuss, "Lesepausen" genannte Abschnitte, wieder mit Fingerabdruck als optisches Signal. Die Hauptfiguren Maj und Mats sind vom Designer gezeichnet worden, treffen die Typen echt gut. Ich habe mit Überraschung festgestellt, dass ich sie mir so vorgestellt habe. Jetzt geht es daran, die Druckfahnen zu lesen. Tolle Arbeit, um sie im Café zu erledigen!
Mehr zum Jugendkrimi und zu seinen Protagonisten demnächst im Blog, Label "Jugendliche", "Jugendkrimi".
Versteckspiel. Ein Jugendkrimi. Verlag an der Ruhr 2010. ISBN 978-3-8346-0735-5.

Sonntag, 13. Juni 2010

Mehr als Buchstaben ...

... sagt dieser Beitrag von itv.
Viel Spaß!
http://www.itv-coburg.de/itv/show.php?we_objectID=4939&media=m

Samstag, 5. Juni 2010

Weichgespült risikolos

Tag, hier spricht wieder mal Kea Laverde, und man traut sich ja bald nichts mehr sagen. Ehrlich, ich bin froh, dass ich vornehmlich schreibe, nicht rede, und mich dabei hinter dem Namen meines Klienten unsichtbar mache. Denn das Netz, die Feuilletons und Kolumnen tranchieren rasant, was auch nur einmal den Mund auftut. Alle Welt verlangt Individualität, rebelliert gegen Konfektionsware, wobei, "rebellieren", das tut keiner mehr, nicht mal die Jugend. Studenten, so habe ich mir sagen lassen, kümmern sich heutzutage mehr um ihre Frisuren und um Creditpoints als um Politik. Nein, Rebellion ist zu gefährlich fürs Image, man könnte Ärger kriegen, denn Revolutionäre kommen selten mit einem blauen Auge davon. Also, man mosert, meckert, schmollt, mäkelt, nörgelt, gönnerhaft selbstverständlich, denn man will sich keine Blöße geben und als Freund der Menschheit daherkommen. Aber einen anderen niedermachen, indem man ihm/ihr attestiert, er/sie wäre ganz nett, ganz o.k., klar, hätte auch ernsthaften Arbeitseifer (Horst Köhler) und träfe auch durchaus manchmal den Ton (Lena) und man ließe ihn/sie ruhig machen, denn blamieren würde er/sie sich ja selber - nee, tut mir leid, da setzt es bei mir aus. Austeilen, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben, einen Säbelstreich einstecken zu müssen, das war schon im Kindergarten unfair.
Als Ghost muss ich außerdem sagen: Es befördert einen Ton, den die Sprache nicht verdient hat. Nichts Pointiertes mehr, nichts Knackiges, nichts Klares, nichts Bestechendes. Ein Klang, der immer grell heraussticht, aber demjenigen, der ihn ausschickt, nicht wehtut. Sätze wie aus dem 1-€-Shop. Essayisten, wo seid ihr? Alle bei Twitter hängengeblieben? Baden in Banalität, keilen unterhalb des Gürtels? Geht's auch mal sachlich, mit Verstand? Teilt jeder nur noch seinen Senf aus, ohne im Zweifel auch mal die Senfsuppe leerzulöffeln? Hallo, sind da draußen noch Leute, die denken, und zwar länger als eine halbe Sekunde? Oder melden sich nur mehr die Beleidigten zu Wort? Aber eben immer abgesichert, weil weichgespült?
Ich klinke mich jetzt aus aus der Diskussion. Hocke im Shamrock an der Theke mit meinem Netbook und ghoste die Biografie eines ... aber das geht Sie nichts an!
Mit Verlaub.
Ihre Kea Laverde