Freitag, 28. Mai 2010

Verschärft

Nun ist mir die aktuelle Vorschau aus dem Gmeiner-Verlag für das Herbstprogramm ins Haus geflattert ... und ich wage die vorsichtige Prognose, dass das Weihnachtsbuch, der Krimi mit Ihnen, Frau Palfy, ein Brüller wird. Es kamen schon erste Anfragen und Buchungen für Krimidinners mit Lesung aus "Süßer der Punsch nie tötet". Vielleicht sollte man dafür sorgen, dass das Buch nicht allzu früh in den Buchhandlungen liegt, damit es zu Weihnachten noch gelesen wird? Ich hatte selber einen Riesenspaß beim Schreiben; Palfy, Sie haben mir den Adventsmarathon echt versüßt, nein, verschärft! Denn immerhin geht es in dem Buch um Gewürze, und da habe ich weder am Zimt noch am Chili gespart.

Donnerstag, 20. Mai 2010

Uuuuups

Also, Asche auf mein Haupt (aber bitte keine Vulkanasche!) - das neue Buch, das im Juli erscheint, heißt "Wieweitdugehst" - der Titel stand ja schon lange fest, die Autorin allerdings klebt schon am nächsten Werk, und dieses wird "Wernievergibt" heißen und im Februar 2011 erscheinen. Danke allen aufmerksamen Protestlern!

Montag, 17. Mai 2010

Wernievergibt

Hurra, der neue Titel ist geboren. Keas 4. Fall wird im Juli 2010 unter dem Titel "Wernievergibt" erscheinen. Was dagegen, Frau Laverde? Um ehrlich zu sein, dieser Titel fiel mir spät abends ein, nachdem meine Lektorin mich sanft mit der Tatsache konfrontierte, dass wir noch keinen Titel haben, nur einen Arbeitstitel ... Unter Druck erschafft die Kreativität sich selbst neu. Und klar: Selbstverständlich finden alle Lesungen erst nach der Fußballweltmeisterschaft statt.

Samstag, 8. Mai 2010

Wie es sich anfühlt, Schriftstellerin zu sein

Jemand sagte mir mal: Du musst nicht nur wie eine Schriftstellerin schreiben, du muss auch wie eine denken.
Daraufhin dachte ich erstmal: Es gibt kein ICH MUSS in der Kunst, denn die Kunst ist frei. Das hat Kandinskij gesagt, und ich finde, er hat recht. Wenn schon die Kunst ins "Ich muss"-Raster gedrückt wird, was kann dann noch wirklich frei sein auf dieser Welt ...
Aber dennoch steckt was Wahres in dem Satz oben. Nur - wie denken Schriftsteller? Ich nehme an, es geht weniger um das Denken, sondern eher um einen Umgang mit dem Leben. Weil man immerzu auf Empfang programmiert ist. Überall verbergen sich neue Geschichten, anregende Figuren, spannende Themen. Wie in der Wissenschaft: Es geht weniger um Antworten als um Fragen, als um das Problematisieren, das Erforschen, neugierige Herumschnüffeln.

Sonntag, 2. Mai 2010

Über Geld

Ich glaube, es gibt keinen Berufstand, bei dem die Leute so selbstverständlich annehmen, man würde ohne Bezahlung arbeiten, wie bei uns Autoren. Lesung? Was? Das kostet was? Sie wollen doch Ihre Bücher bewerben?
Klar, der Bäcker will auch seine Brötchen bewerben, deswegen gibt er sie kostenlos ab, und der Friseur macht es aus Vergnügen, das Haareschneiden, deswegen tut er es gratis.
Mag ja sein, dass ein Blog genau der richtige Ort ist, um für die eigenen Bedürfnisse zu werben und sie auch zu erklären. Denn natürlich verlangen wir Autoren ein Honorar, weil wir - schlicht und ergreifend - davon leben. Eine Lesung zu gestalten, ist Zeitaufwand und Arbeit, man bereitet sich vor, sucht passende Textstellen aus, übt (ja, ich übe vorher, und das gehört sich auch so, ich nehme mein Publikum nämlich ernst), übt nochmal, misst die Zeit mit der Stoppuhr. Man fährt zum Ort des Geschehens, der ist vielleicht etwas weiter weg, man liest, diskutiert, signiert, fährt wieder heim. Man stellt sich auf das Auditorium ein. Lesungen erfordern Präsenz und innere Stärke, nicht nur körperliche Anwesenheit. Vor Publikum etwas zu tun, etwas von sich selbst herzugeben, zehrt, erfordert Energie - wenn man seine Texte nicht einfach so runterlesen will, und wenn es einem nicht egal ist, wie die Texte ankommen.
Ja, mir machen Lesungen Spaß, aber sie sind Arbeit. Den meisten Schriftstellern, so nehme ich einmal an, macht ihre Arbeit Spaß, wie hoffentlich auch Bäckern und Friseuren, doch das Produkt kostet etwas.
Und noch etwas: Wie alle Freien in den selbständigen Berufen laufen auch wir Autoren unserem Geld ständig nach. Deswegen sind jene Kunden die beliebtesten, die das Zahlungsziel einhalten ...