Donnerstag, 29. Juli 2010

Schreiben im Tandem

Das ist jetzt neu. Zumindest für mich. Individualistisch (wie fast alle Schriftsteller) habe ich bislang nur allein geschrieben. Jetzt kommt was Neues: Unter dem Titel "Zeichen und Wunder" wird 2011 eine Anthologie von Texten erscheinen, die allesamt in Partnerarbeit entstanden sind. Die Idee stammt von einer Gruppe Germanistik-Studenten von der Universität Bamberg, die gemeinsam mit ihrem Dozenten eine Tandem-Konstruktion ins Leben gerufen haben: Alte Autoren (solche wie ich) und junge schreiben gemeinsam. Genre, Perspektive, Gattung, Figurensetting - alles ist frei. Wir werden sehen, was dabei rauskommt. Schreiben im Dialog, gegenseitige Kritik (doch! als Kunst!), eine Art Pingpong auf dem Tandem. Ein Projekt, jenseits der Planbarkeit. Meine Partnerin heißt Bettina und fängt derweil schon mal an, ein bis zwei Seiten zu schreiben. Die kriege ich dann und ... hm ... mal sehen.

Kommentare:

PvC hat gesagt…

Ich kann mir gemeinsames Schreiben (nach einem Reinfall mit einem Co-Autor) bei "normalen" Büchern überhaupt nicht vorstellen, aber dieses Projekt finde ich fein!

Es ist ja schon schade, dass von allen Künsten ausgerechnet das Schreiben im deutschsprachigen Raum allein dem Genie entspringen soll, ganz ohne Schulung. Dann wünschte ich mir immer so etwas wie "Meisterkurse" in der Musik.

Ich denke, bei diesem Projekt können beide Seiten wunderbar voneinander lernen und reicher werden!

Friederike Schmöe hat gesagt…

Bin jedenfalls selbst enorm gespannt! Habe schon mal als Mentorin eine junge Autorin ein Jahr begleitet, das war wirklich auch für mich ein Erfahrung mit Lerneffekt!