Mittwoch, 28. Oktober 2009

Wie ein Buch ein Buch wird

Du diktierst das Buch in den Laptop, drückst auf Speichern und finito. Du beginnst bei Kapitel 1 und endest bei Kapitel 32. Danach schickst du das Werk per E-Mail an den Verlag. So läuft das.
Von wegen! Bei mir sieht das ganz anders aus. Manchmal komme ich mir eher vor wie ein Maler, der zunächst mal ein paar Skizzen anfertigt, bevor er den Fries in Angriff nimmt. Ich plane wie eine Architektin. Die Geschichte bekommt einen Grundriss, eine elementare Ausstattung. Sie bekommt Maße. Einzelne Szenen und Charaktere werden entworfen und verworfen. Der Löschen-Button bekommt in diesem Zusammenhang eine wichtige Funktion. Blödes von Brauchbarem trennen, den Ramsch vom Trödel und den Flachs vom Werg. Ich beginne auch nicht bei Kapitel 1 und ende bei der Auflösung des Krimis: Meistens schreibe ich die Auflösung etwa im ersten Drittel der Arbeit an einem neuen Roman. Ich will ja wissen, wo alles enden wird, muss mir manche Zusammenhänge einfach selbst vor Augen halten, entdecke beim Schreiben der Auflösung, welche Fragen ungeklärt und womöglich nicht so einfach zu klären sind. Die Showdown und Aufklärung sind wie der Fluchtpunkt beim Zeichnen: Ohne Fluchtpunkt stottert die Perspektive, schwanken die Objekte chaotisch durch den Raum.
Bei Pannen, Ungereimtheiten oder Zweifeln überspringe ich manchmal einfach ein paar Abschnitte, lasse die Figuren ohne mich weiterarbeiten, schreibe an einer anderen Stelle. Auf diese Weise kann man auch ganz gut gegen sogenannte Schreibblockaden (die es eigentlich nicht gibt, und wenn, dann nur ganz selten, aber dazu später mehr) angehen.
Ja, und irgendwann hast du dann ein Buch. Nennen wir es: Eine Rohfassung. Ein Konvolut von Seiten, die du ausdrucken kannst.
Das mache ich jetzt. Mit einem neuen Buch, das noch niemand lesen darf. Nicht mein Testleser, nicht meine Lektorin. Niemand außer mir. Aber auch erst, wenn die Rohfassung ungefähr zwei Wochen in einer Schublade lag. Danach kommt mir alles ganz neu vor, richtig taufrisch. Anschließend gehe ich drüber und mache ein richtiges Buch draus. Sagen wir, eine Zweitfassung. Und dann ist das Ganze schon fast ein Roman.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Die höchste Krimiautorendichte

Bamberg, so hörte ich neulich, habe nach Köln die höchste Krimiautorendichte im deutschsprachigen Raum. 9 Autoren auf ca. 70.000 Einwohner! Wieder ein Plus für Bamberg!

Samstag, 24. Oktober 2009

Krimiautoren sind die härtesten!

Soll nochmal einer darüber sinnieren, dass Schriftsteller Prinzessinnen und Prinzen auf der Erbse seien ... mag auf alle zutreffen, aber nicht auf uns Krimiautoren! Bei Signierstunden halten wir am längsten durch! So heute vormittag in der Buchhandlung Görres in Bamberg, wo Helmut Vorndran ("Alabastergrab") und ich dem Signiertisch trotz Kälte die Treue gehalten haben. Danke an die Leser, die vorbeikamen, sei es zum Signieren, sei es zum Ratschen. Und eine Menge Pläne sind uns auch durch den Kopf gegeistert, was wir tun können, um Bamberg wieder krimimäßig ein bisschen aufzumöbeln.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Willkommen!

Etliche Leserinnen und Leser haben schon angefragt, wie es so weitergeht mit Kea, Katinka und Co. Kurz und gut, sie haben mich überredet, zu bloggen, um die wichtigsten Infos gleich weiterzugeben. Ich versuch's!